Stadthaus berlin

Bei dem in Berlin – Kreuzberg gelegenen Grundstück handelt es sich um eine Baulücke an der Ecke eines städtischen Blocks. Das Grundstück wird von zwei sehr unterschiedlichen Straßen begrenzt. Im Südwesten befindet sich der Görlitzer Park, der durch eine ruhige Kopfsteinpflasterstraße erschlossen wird, während im Nordwesten die vierspurige Skalitzer Straße mit der angehobenen S-Bahn verläuft. Durch den Baukörper wird der momentan offene Block mittels einer abgeschnittenen Ecke geschlossen, sodass im Bereich der Kreuzung ein kleiner Platz entsteht.

Der entstehende Eckgrundriss wird auf unterschiedliche Weise organisiert. Die kommerzielle Erdgeschosszone beinhaltet ein Café in der Spitze und zwei Ladengeschäfte jeweils an den Seiten des Gebäudes. Auf diese Weise wird der Platz bespielt und das Gebäude mit dem Straßenraum verbunden. Die sechs Wohngeschosse werden durch einen Treppenkern und einen im Innenhof liegenden Laubengang erreicht. Die Maisonettwohnungen auf der Süd-West Seite verbinden dabei immer zwei Regelgeschosse, sodass im Wechsel sechs und vier Wohnungseingänge über einen Laubengang erschlossen werden.

Ziel der Fassade war es, mittels einer leichten Gebäudehülle einen Gegenpol zu den steinernen Gründerzeitfassaden der Umgebung zu schaffen. Es sollte lichtdurchfluteter Wohnraum entstehen, der trotz einer Glasfassade das nötige Maß an Privatsphäre und Behaglichkeit bietet. Hierfür wird ein System aus verschiedenen Glasebenen genutzt, die sich durch Überlagerung der einzelnen Flächen wie Filter über das Privatleben der Bewohner le gen.