quinta da boavista

Das Douro-Tal im Norden Portugals ist seit 2001 Unesco-Weltkulturerbe und eines der spektakulaersten Weinanbaugebiete der Welt. Schon vor zwei Jahrtausenden pflanzten hier die Roemer die ersten Weinreben. Seither wurden ueber Generationen Weinterrassen in muehevoller Handarbeit in die steilen Schieferhaenge des Tal gezirkelt.

Eingebettet in den Hang glieder sich der Entwurf in drei ineinander verschnittenden Koerpe. Der hoechst gelegende dieser drei Koeper dient als Auftank und erste Anlaufstelle der Oeffentlichkeit. Die Produktion befindet sich im Mittleren und dient mit der Treppe als Bindeglied zum privaten Hotelbereich.

Der Entwurf zeichnet sich durch die Verschneidung der Koerper und die damit verbundenen Einblick aus. Als Auftakt der Fuehrung durch das Weingut steigt der Besucher vom Foyer ueber eine lange in den Hang gelassende Treppe hinab in den Produktionskoerper. Angekommen wir der Interressierte durch spannungsvolle Raeume mit gerichteten Einblicken gefuehrt. Am Ende der Tour und angekommen im Verkostungsraum erblickt er das Fasslager. Hier wird die Verschneidung der Koerper ersichtlich.

Die Produktion des Weines folgt der Schwerkraft. Angeliefert werden die Trauben auf dem Dach des zweiten Koerpers. Dort werden diese gesaeubert und Hand verlesen. Ueber die drei Oeffnungen im Dach gelangen sie in die darunter liegenden Tanks zum vergeeren. Nach einigen Tagen oder auch Wochen wird der Wein zum ausbauen in die Faesser gefuellt und im Fasslager gelagert.